Wenn aus Skaraborg neue Musik kommt, ist Vorsicht geboten – denn diese Region hat Punkgeschichte geschrieben. Bödel treten genau in dieses Erbe, aber nicht ehrfürchtig, sondern angriffslustig. „Dödsbringaren“ ist kein Album, das um Aufmerksamkeit bittet. Es reißt sie an sich. Roh, kompromisslos und mit einer Energie, die direkt aus dem schwedischen Underground nach vorne schlägt.
Kruste, Wut und apokalyptische Visionen
Angeführt von der gerade einmal 19-jährigen Leya entfaltet Bödel eine gewaltige Klangfront. Ihre Vocals sind kein Gesang, sondern ein Urteil: schrill, brennend und voller Endzeitstimmung. Hier trifft klassischer Crust- und Hardcore-Spirit auf eine düstere, fast nihilistische Atmosphäre, die sich wie ein schwarzer Schleier über das gesamte Album legt.
Das Zusammenspiel der Band wirkt dabei wie ein perfekt geöltes Kriegsgerät. Arvid, Henke und Micke sorgen für ein Fundament aus rasenden Riffs, gnadenlosen Drums und einer Dynamik, die keine Flucht erlaubt. Trotz aller Aggression bleibt der Sound fokussiert und klar – nichts verschwimmt, alles zielt nach vorne. Die zwölf neuen Tracks wirken wie kurze Explosionen, die sich festsetzen und nachhallen.
Als besonderes Statement kommt die CD-Version mit dem kompletten bisherigen Output der Band daher. 23 Songs insgesamt, die eindrucksvoll zeigen, dass Bödel nicht erst seit gestern wüten, sondern bereits ein geschlossenes, gnadenloses Gesamtbild liefern.
Fazit: Kein Erbe, sondern eine Kampfansage
„Dödsbringaren“ ist mehr als nur ein weiteres Crust-Punk-Album aus Schweden. Bödel nehmen die Vergangenheit ihres Genres, jagen sie durch einen apokalyptischen Fleischwolf und spucken etwas Eigenes, Unüberhörbares aus. Wütend, düster und voller Entschlossenheit – dieses Album ist eine klare Ansage: Der Underground lebt, und Bödel stehen bereit, ihn weiter anzuzünden.
Otte’s MEINUNG

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