Mit „Alles ist gut“ schlagen Wegbier keine leiseren, aber dafür nachdenklichere Töne an, ohne ihre Direktheit zu verlieren. Die neue Single blickt dorthin, wo man sonst gern wegschaut: auf Vergänglichkeit, Abschied und das Wissen, dass Zeit nie selbstverständlich ist. Doch statt in Schwermut zu versinken, setzt der Song auf einen brüchigen Optimismus – roh, ehrlich und menschlich.
Alltagsbruchstücke treffen existenzielle Fragen
Textlich lebt „Alles ist gut“ von scheinbar beiläufigen Momenten. Genervte Gedanken, schräge Beobachtungen, abgerissene Gespräche – alles wirkt wie aus dem Leben gegriffen. Zwischen Nörgelei, Müdigkeit und absurdem Smalltalk öffnet sich plötzlich ein tiefer Riss: Menschen gehen, Chancen verstreichen, Nähe wird vertagt.
Der Refrain setzt dem Chaos einen einfachen, fast tröstenden Gedanken entgegen. Solange jemand lacht, solange jemand wieder aufwacht, ist noch nicht alles verloren. Diese Zeilen wirken wie ein Mantra gegen die eigene Hilflosigkeit. Besonders stark ist der Kontrast zwischen dem banalen „Alle müssen arbeiten“ und der Erkenntnis, dass wir doch alle nur auf Sicht fahren. Wegbier schaffen es, genau aus dieser Spannung ihre emotionale Wucht zu ziehen.
Fazit: Ein Song, der bleibt, wenn es still wird
„Alles ist gut“ ist kein leichtes Stück, aber ein ehrliches. Wegbier verpacken große Themen in kleine Szenen und lassen Raum für eigene Gedanken. Die Single erinnert daran, dass Hoffnung oft nicht laut ist, sondern leise mitläuft – in einem Lachen, in einem neuen Morgen, in dem Wissen, dass es vielleicht nie zu spät ist.
Otte’s MEINUNG

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