Februar 2026 im Zentrum Altenberg Oberhausen: Zusatzkonzert – und auch das längst restlos ausverkauft. Schon lange vor dem ersten Akkord drängten sich die Leute in der Halle, Bier in der Hand, Gespräche überall, diese typische Erwartung in der Luft. Man wusste: Heute gibt’s keine halben Sachen. Drei Bands standen auf dem Plan – und am Ende sollte niemand mehr behaupten können, er wäre mit trockenen Klamotten nach Hause gegangen.

Den Start machte Zwakkelmann, diesmal nicht allein, sondern mit kompletter Bandbesetzung. Kaum standen sie auf der Bühne, war das Altenberg endgültig bis auf den letzten Winkel gefüllt. Zwischen bekannten Nummern streute die Band auch drei neue Songs vom kommenden Album ein. Ein Risiko? Nicht wirklich. Das Publikum nahm die frischen Stücke sofort an, als wären sie schon seit Jahren Teil der Setlist. Gitarren, Charme und diese leicht schiefe Punkpoesie, die man von Zwakkelmann kennt. Nach 30 Minuten war der Spaß allerdings schon vorbei – sehr zum Leidwesen der Menge, die lautstark nach einer Zugabe verlangte. Doch der Zeitplan kann manchmal gnadenlos sein.
Nach kurzer Umbaupause übernahm die Andre Sinner Band die Bühne. Ihr Mix aus irisch angehauchten Melodien und dreckigem Punkrock brachte sofort Bewegung in die Menge. Was eben noch dicht gedrängt dastand, verwandelte sich plötzlich in eine tanzende, hüpfende Meute. Fiedel-Flair trifft auf Punkkante – und das funktionierte erstaunlich gut. Die 30 Minuten ihres Sets flogen gefühlt in Lichtgeschwindigkeit vorbei.
Dann folgte die nächste Umbauphase – und die Spannung im Raum stieg noch einmal merklich. Butterwegge und seine Band hatten schließlich etwas zu feiern: Platz 5 der Charts mit dem neuen Album. Als sie die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr. Das Altenberg verwandelte sich in einen brodelnden Kessel.
Die Band arbeitete sich durch ihre Veröffentlichungen, Song für Song, ohne große Verschnaufpausen. Besonders beeindruckend: Selbst die Texte der brandneuen Songs wurden aus dem Publikum lautstark mitgesungen, als hätte jeder die Platte schon seit Monaten im Ohr. Es wurde gepogt, gebrüllt, gelacht – ein kollektiver Ausnahmezustand.
Nach über 100 Minuten auf der Bühne steuerte der Abend langsam auf sein Ende zu. Doch natürlich ließ das Publikum Butterwegge nicht einfach gehen. Drei Zugaben später war dann endgültig Schluss. Band und Publikum standen gleichermaßen am Limit – verschwitzt, heiser, glücklich.
Ein Abend, der zeigte, was passiert, wenn eine volle Halle, drei starke Bands und ein Publikum zusammenkommen, das genau weiß, warum es hier ist: Punkrock lebt – und im Altenberg hat er an diesem Abend ordentlich Krach gemacht.








Foto/Text: Thomas Remer / http://konzertmedien.de

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