Wenn Schmerz Funken schlägt – Gebretter eröffnen den Schürfwundensurfverein [ Review | Punk | Punkrock ]

Mit „3. Grades“ melden sich Gebretter brachial zu Wort und zünden die erste Fackel für ihr kommendes Debütalbum „Pint Peddla“, das am 23.01.26 in Kooperation mit Scene Police Records, Engineer Records und Dämon Tonträger erscheint. Schon dieser erste Vorbote macht klar: Hier wird nichts geschont, weder Haut noch Nerven. Der Song fühlt sich an wie der Moment nach dem Sturz, wenn alles brennt und man trotzdem wieder aufsteht.

Verletzung als Treibstoff

3. Grades“ lebt von der Idee, dass Schmerz kein Ende, sondern ein Anfang ist. Kleine Schürfwunden, große Abstürze, blutige Knie und brennende Gedanken verdichten sich zu einem rasenden Soundtrack des Alltags. Gebretter übersetzen dieses Gefühl in rohe Energie, die unkontrolliert nach vorne schiebt und dabei jede Schutzschicht durchschlägt.

Die Lyrics wirken wie Fragmente aus Erinnerungen, die man eigentlich verdrängen will, und formen genau daraus eine eigene Kraft. Aus dem ersten Kratzer wird Erfahrung, aus dem Brennen ein Motor – und aus Chaos eine Art Überlebenskunst.

Der sogenannte Schürfwundensurfverein ist dabei weniger Ort als Haltung. Wer hier eintritt, weiß, dass es weh tut, aber auch, dass genau dieser Schmerz formt, abhärtet und weiterträgt. Der Song zieht nicht glatt, er reibt, kratzt und lässt Narben zurück, die man mit Stolz trägt.

Fazit – Ein Song, der Narben feiert

Mit „3. Grades“ liefern Gebretter keinen gefälligen Einstieg, sondern eine kompromisslose Einladung ins eigene Universum. Diese Single brennt sich ein und macht neugierig auf alles, was „Pint Peddla“ noch bereithält. Ein Auftakt, der zeigt: Wachstum beginnt dort, wo es wehtut – und Gebretter haben keine Angst vor dem Feuer.

Otte’s MEINUNG

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