Vier Meter Hustensaft stehen mit „Dreckige Kohle“ an einem Wendepunkt – und genau das hört man. Nach personellen Umbrüchen und einer Phase der Neuorientierung meldet sich die Band nicht vorsichtig zurück, sondern mit erhobenem Kinn und angezerrten Verstärkern. Diese EP klingt nicht nach Suche, sondern nach Ankommen. Nach dem Beweis, dass Veränderung kein Bruch sein muss, sondern auch neue Wucht freisetzen kann.
Neue Stimmen, gleiche Haltung
Nachdem Yvonne Wagner die Band im November 2024 verlassen hatte, übernahmen Philipp Altenhofen und Thiemo Schröder den Gesang und traten in dieser Konstellation erstmals live auf – unter anderem in der Börse Wuppertal. Der neue Sound wurde nicht skeptisch beäugt, sondern sofort angenommen. Genau diese Energie ist auf „Dreckige Kohle“ konserviert: direkter Gesang, rau verteilt, ohne Starallüren, dafür mit spürbarem Zusammenhalt.
Auch am Bass blieb nichts stehen. Mit dem Wechsel von Andreas Wagner zu Philipp Wachter im August 2025 festigte sich die neue Formation endgültig. In der aktuellen Besetzung wirkt Vier Meter Hustensaft geschlossen, entschlossen und fokussiert.

Die Songs transportieren das Gefühl von Straße, Kneipe und ehrlicher Erschöpfung, ohne in Resignation abzurutschen. Inhaltlich geht es um Alltagsfrust, soziale Gegensätze, falsche Wichtigkeit und das bewusste Entscheiden für das eigene Leben – jenseits von Karriereposen und Erfolgsmythen. Das alles wird nicht erklärt, sondern gelebt, mit einer Sprache, die keinen Filter kennt und genau deshalb funktioniert.
„Dreckige Kohle“ ist damit mehr als nur neues Material nach einer Umbesetzung. Es ist ein Statement: Diese Band definiert sich nicht über einzelne Personen, sondern über Haltung, Chemie und den gemeinsamen Willen, Punk nicht glattzuziehen.
Fazit – Ein erstes Ausrufezeichen der neuen Ära
Mit „Dreckige Kohle“ legen Vier Meter Hustensaft ihr erstes Release in neuer Besetzung vor – und treffen dabei genau ins Schwarze. Die EP klingt geschlossen, selbstbewusst und unbequem, so wie Punk sein muss. Kein nostalgisches Festhalten, kein Neuanfang mit angezogener Handbremse, sondern ein klares Signal: Vier Meter Hustensaft sind zurück, anders aufgestellt, aber mit derselben dreckigen Ehrlichkeit. Und genau das macht diese Veröffentlichung so stark.
Otte’s MEINUNG
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