DAN GANOVE – DER KATER TANZT NOCH [ Review | Punk | Singer-Songwriter ]

Mit „Alles in Butter“ meldet sich Dan Ganove so ehrlich wie abgeklärt zurück. Der Song wirkt wie ein Schulterzucken im Gegenwind des Alltags, irgendwo zwischen Erschöpfung, Selbstbeobachtung und trotzigem Weitergehen. Veröffentlicht über Puppenstube Records und produziert von Pietro Cortina, ist der Track ein weiterer Vorbote des Albums „Sexunfall“, das am 27.02.2026 auf Vinyl und CD erscheint, digital folgt am 06.03.2026. Schon nach wenigen Takten wird klar: Hier spricht jemand, der nichts mehr beschönigt, aber auch nicht aufgibt.

Alltagsschrammen, Alterswitze und klare Kante

Alles in Butter“ lebt von seiner direkten Sprache und der Mischung aus Humor und latentem Druck. Die Lyrics erzählen von Erschöpfung kurz vor dem Burnout, vom Wunsch nach Pause, Vitaminen und ein bisschen Luft zum Atmen. Gleichzeitig schwingt ein ironischer Blick aufs Älterwerden mit: Termine, Kondition, Bauchansatz und das Gefühl, dass manches früher einfacher war. Doch Dan Ganove bleibt nicht im Jammern hängen.

Stattdessen dreht er die Unsicherheit nach außen, feiert Lebenserfahrung und konfrontiert den körperlichen Verfall mit Trotz, Witz und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. Musikalisch trägt die Produktion den Text mit einer rauen Lässigkeit, die genau diesen Schwebezustand einfängt: angeschlagen, aber nicht erledigt, müde, aber noch lange nicht leise.

Fazit – Müde Beine, wacher Kopf

Alles in Butter“ ist kein Durchhalteparolen-Song, sondern ein ehrlicher Zustandsbericht mit Augenzwinkern. Dan Ganove schafft es, Alterszweifel, Überforderung und Lust am Leben in einen Track zu gießen, der hängen bleibt, weil er nahbar ist. Als Teil von „Sexunfall“ macht der Song neugierig auf ein Album, das offenbar keine Angst vor unangenehmen Wahrheiten hat – und genau darin seine Stärke findet.

Otte’s MEINUNG

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