Zoon Phonanta machen auf „Dim Diolch“ nicht einfach Musik – sie schicken ein fiebriges Klangexperiment direkt auf die Tanzfläche eines intergalaktischen Underground-Clubs. Der Vorgeschmack auf das kommende Album „Emergency Lies“ klingt wie ein Kontrollverlust mit voller Absicht.
Zwischen Vocoder, Wahnsinn und Hüftschwung
Schon die Beschreibung des Songs liest sich wie ein Fiebertraum: Welsh-language, vocoder-gesungen, Berlin-born, unisex Krautrock-Hipshaker. Und genau das macht „Dim Diolch“ so spannend. Zoon Phonanta werfen Psych-Disco, Krautrock und elektronische Spielereien in einen Mixer und drücken ohne Zögern auf Start.
Der Song pulsiert permanent. Treibende Rhythmen, hypnotische Wiederholungen und diese leicht verschobene Atmosphäre erzeugen das Gefühl, gleichzeitig auf einem Rave und in einem alten Science-Fiction-Film gelandet zu sein. Der Vocoder-Gesang verstärkt dabei die bizarre Wirkung zusätzlich und verleiht dem Track eine angenehm entfremdete Kälte.
Trotz aller Experimentierfreude verliert „Dim Diolch“ nie seinen Groove. Genau darin liegt die Stärke der Single. Der Song bleibt tanzbar, auch wenn um einen herum musikalisch alles leicht aus den Fugen gerät. Diese Mischung aus Chaos und Kontrolle macht den Reiz von Zoon Phonanta aus.
Dabei wirkt nichts kalkuliert verrückt. Statt bloß schräg sein zu wollen, erschafft die Band eine ganz eigene Welt zwischen Krautrock-Tradition, psychedelischem Disco-Wahnsinn und elektronischer Reizüberflutung.
„Dim Diolch“ fühlt sich dadurch weniger wie eine gewöhnliche Single an, sondern eher wie ein Soundtrack für eine Realität mit leicht beschädigtem Betriebssystem.
Fazit – Seltsam, tanzbar und herrlich daneben
Mit „Dim Diolch“ liefern Zoon Phonanta einen Song, der sich konsequent jeder Schublade verweigert. Psychedelisch, futuristisch und voller Bewegung entsteht hier ein wilder Krautrock-Trip, der gleichzeitig irritiert und begeistert.
Otte’s MEINUNG

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